Selbstdarstellung

Aufgaben und Ziele des AA Hochdurchsatzforschung für Materialien, Katalysatoren und Formulierungen

Arbeitsausschuss
Hochdurchsatzforschung für Materialien, Katalysatoren und Formulierungen

I. Ziele

Der Arbeitsausschuss hat zum Ziel, die Weiterentwicklung der kombinatorischen Arbeitsweise in der Anwendung, Instrumentierung und intelligenten Datenauswertung für die Hochdurchsatztechnologie zu unterstützen. Die Thematik soll stärker in die Ausbildung und Lehre integriert werden und insbesondere durch Veranstaltungen soll eine Erhöhung der Visibilität in der Wissenschaft, Wirtschaft und in Förderorganisationen erreicht werden. Er hat sich auch zum Ziel gesetzt, den wissenschaftlichen Austausch und den Datenaustauschs in dem Gebiet der Hochdurchsatzforschung zu fördern.

II. Schnittstellen zu anderen Gremien

Der Arbeitsausschuss ist interdisziplinär ausgerichtet und setzt sich aus Vertretern der chemischen Industrie und der Wissenschaft zusammen. Vertreter der folgenden Fachrichtungen sollten im Arbeitsausschuss vertreten sein:

  • Chemiker
  • Materialwissenschaftler
  • Physiker
  • Informatiker
  • Verfahrensingenieure
  • Elektrotechniker/Automations- und Steuerungsingenieure

Zu den Sitzungen werden ausgewählte Experten fach- und themenspezifisch hinzugezogen, bzw. werden gemeinsame Sitzungen mit anderen ProcessNet Gremien durchgeführt. Es ist auch vorgesehen, Vertreter von F&E-intensiven KMU zu ausgewählten Sitzungen hinzuzuziehen, um einen Technologietransfer in weitere Industrieteile zu unterstützen.
Zur Zeit wird der Arbeitausschuss von Wolfgang Schrof (BASF AG), Thomas Brinz (Robert BOSCH GmbH) und Wilhelm Maier (Universität des Saarlandes) geleitet.

III. Arbeitsschwerpunkte

Die Aufgaben sollen in der unten aufgeführten Reihenfolge angegangen werden. Eine regelmäßige Aktualisierung der Aufgaben ist im Rahmen der Sitzungen des Arbeitsausschusses vorgesehen.

  1. Bestandsaufnahme Hochdurchsatzforschung in Deutschland
    Erarbeitung einer Bestandsaufnahme zur Einordnung von F&E an deutschen Forschungsstellen und in der deutschen Industrie im Vergleich zur EU/Welt. Folgende Punkte sollen in der Bestandsaufnahme enthalten sein:
    • Welche Forschungsthemen werden mit Hochdurchsatztechniken bearbeitet?
    • Welche Hardware ist kommerziell erhältlich?
    • Wie wird die F&E finanziert?
    • Welche Software ist erhältlich?
  2. Erarbeitung und Publikation eines Positionspapiers
    Es soll ein Positionspapier erarbeitet werden, in dem
    • die Möglichkeiten und Grenzen der Technologie dargestellt werden
    • die Stärken und Schwächen der F&E in deutschen Instituten und KMUs dargestellt werden
    • Erfolgsbeispiele insbesondere aus Unternehmen dargestellt werden.

    Dieses Positionspapier soll regelmäßig aktualisiert und publiziert werden

  3. Öffentlichkeitswirksame Vortragsreihen
    Zur Verbreitung der Thematik in der Fachöffentlichkeit sollen Vortragsreihen insbesondere aus dem Kreis der Mitglieder des Arbeitskreises organisiert werden. Eine erste Vortragsreihe ist parallel zur ACHEMA 2006 durchgeführt worden. Ein weiterer Informationstag fand am 28.3.2007 in Frankfurt bei der DECHEMA statt.

  4. Identifizierung von F&E Bedarf
    Identifizierung aktueller Themen aus Forschung und Entwicklung im Bereich der Hochdurchsatzforschung. Aufbauend hierauf soll Forschungs- und Entwicklungsbedarf abgeleitet werden. (Erstellung einer Matrix, in der die F&E Themen entsprechend einer Klassifizierung nach a) Notwendigkeit und b) Aufwand eingeordnet sind.) Ausgehend von den Forschungsfeldern sollen aktiv Projektvorschläge ausgearbeitet und deren Umsetzung unterstützt werden. Hierbei wird ein enger Kontakt mit Förderorganisationen (BMBF, DFG, VW Stiftung, ...) gesucht.

  5. Standardisierung
    Diskussion zur Standardisierung von Apparaten und Software in der Hochdurchsatzforschung. Eine Interaktion mit nationalen und internationalen Normungsorganisationen (DIN, CEN) wird angestrebt.

  6. Lehre und Ausbildung
    • Möglichkeiten der Integration der Thematik der Hochdurchsatzforschung in die Vorlesungen an Hochschulen sollen diskutiert und über die entsprechenden Gremien der von GDCh und DECHEMA an die relevanten Entscheidungsträger weitergeleitet werden.
    • Organisation einer Vortragsreihe, in der an ausgewählten Hochschulen aus der industriellen Praxis der Hochdurchsatzforschung berichtet wird.
    • Zur Ausbildungsergänzung soll getragen durch die Mitglieder des Arbeitsausschusses eine einwöchige Vorlesungsreihe an einer Universität organisiert werden, in der in kompakter Form ein fundiertes Wissen zur Hochdurchsatzforschung vermittelt wird.
    • Vorbereitung und Begleitung einer Summer-School (hier könnte auf ein erfolgreiches deutsch-französisches Modellprojekt aufgebaut werden, an dem Prof. Meier, Universität Saarbrücken beteiligt war).
    • Organisation und Durchführung von Laborbegehungen insbesondere in der chemischen Industrie für Schülergruppen und Studenten.

  7. Kontaktaufnahme und Integration
    Förderung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Hochdurchsatzforschung mit dem Ziel, Synergien zu nutzen, Kontakte zwischen Industrie und Hochschule zu verbessern und eine stärkere Durchdringung der Thematik in Forschung, Entwicklung und Ausbildung zu erreichen. Des weiteren soll ein Technologietransfer zu F&E-intensiven KMU erfolgen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch die Kooperation mit europäischen und internationalen Netzwerken gesucht werden.

  8. Vorbereitung wissenschaftlicher Veranstaltungen
    Zu ausgewählten Themen, die eine starke Forschungskomponente aufweisen bzw. übergreifenden Charakter haben, sollen wissenschaftliche Veranstaltungen organisiert werden. Insbesondere wird eine Internationale wissenschaftliche Konferenz für September 2008 in Deutschland geplant.

IV. Thematische Schwerpunkte

Folgende Themen sollen im Fokus des Arbeitsausschusses stehen; eine Überprüfung und Aktualisierung der Themen in regelmäßigen Abständen ist geplant:

  • Formulierung (Galenik, Pflanzenschutz, Anstrichmittel, Waschmittel, ...)
  • Katalyse
  • Materialien
  • Schnelle Charakterisierung von Anwendungseigenschaften
  • Intelligente Versuchsplanung und Datenauswertung und Wissensgewinnung
  • Apparative Entwicklungen

April 2007