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Selbstdarstellung

Aufgaben und Ziele des Arbeitsausschusses Reaktionstechnik sicherheitstechnisch schwieriger Prozesse

Arbeitsausschuss Reaktionstechnik sicherheitstechnisch schwieriger Prozesse

Vorsitzender: Prof. Dr. Hans-Ulrich Moritz, Universität Hamburg
Stellvertretender Vorsitzender: Dr. Steffen Neuenfeld, Merck KGaA, Darmstadt

I. Ziele

Der Arbeitsausschuss hat zur Aufgabe, im Rahmen des interdisziplinären Arbeitsgebietes der chemischen Sicherheitstechnik, Bindeglied zwischen und Forum für die Interessengruppen:

  • Mitarbeiter(innen) aus Abteilungen für experimentelle Sicherheitsbeurteilungen und Anlagensicherheit, chemische Prozessentwicklung und Syntheseoptimierung sowie planende und betriebsbetreuende Technik
  • Berufsgenossenschaften und Behörden
  • Hochschullehrer(innen) und wissenschaftliche Mitarbeiter(innen), die auf dem Gebiet lehren und forschen

zu sein.
In Wahrnehmung dieser Aufgabe gilt es,

  • den Stand der Sicherheitstechnik durch Identifizierung des Forschungsbedarfs, Projektinitiierung und -begleitung zu erhöhen
  • dessen Verbreitung durch ein verstärktes Angebot für die Fachgemeinschaft "Sicherheitstechnik" zu intensivieren

II. Schnittstellen zu anderen Gremien

Im Geiste des zusammenwachsenden Europas bearbeitet der Arbeitsausschuss seine Aufgaben seit Jahren überregional, d.h. unter Beteiligung einer Reihe von Mitgliedern aus dem Ausland (z.B. UK, NL, E und CH).
Aus dieser Aufgabenstellung resultiert die notwendige und praktizierte Zusammenarbeit mit den Arbeitsausschüssen "Sicherheitsgerechtes Auslegen von Chemieanlagen" und "Sicherheitstechnische Kenngrößen" sowie Industriearbeitskreisen (z.B. Industrieplattform Mikroverfahrenstechnik).

III. Arbeitsschwerpunkte

Nach Einschätzung des Arbeitsauschusses geht der Trend in Richtung von Experimenten (bzw. Analytik) mit kleineren Probenmengen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, derartige Experimente durch mathematische Modellierung, Kinetikbestimmung und Simulation („Experimente rechnen“) abzustützen. Die Ausschussarbeit ist daher mit den erkennbaren Problemen dieses Weges, z.B. der Frage der Eindeutigkeit des „richtigen“ Modellansatzes, des hohen Zeit- bzw. Arbeitsaufwandes oder den Unsicherheiten bei Stoff- und Wärmeübertragungsproblemen sowie bei Stoff- und Anlagendaten befasst.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt im Bereich der Entwicklung von neuen Messmethoden und -geräten. Zwischen beiden o.g. Themen besteht ein enger Zusammenhang.

Darüber hinaus sind folgende Schwerpunkte und wesentliche Aktivitäten zu nennen:

  • Beobachtung des wissenschaftlichen Standes der Sicherheitstechnik, soweit er neue reaktionstechnische Erkenntnisse oder allgemeine sicherheitstechnische Vorgehensweisen betrifft, durch Einladung entsprechender Referenten
  • Mitgestaltung von Tutzing-Symposien
  • Teilnahme am European Network On Runaway Reactions
  • Begleitung der thematischen EU-Netzwerkprojekte "HarsNet" und "SafetyNet"
  • Entwicklung von Schulungsbausteinen zur besseren Verbreitung des Standes der Sicherheitstechnik auf dem Arbeitsgebiet des Ausschusses
  • Bericht über Ereignisse bei der Industrie
  • Sicherheitstechnischen Betrachtungen auf der Mikroskala (homogene sowie heterogene Systeme)

IV. F&E-Schwerpunkte

Der Ausschuss beurteilt und begleitet Forschungsvorhaben, u.a. aus den allgemeinen Forschungsfeldern

  • der mathematischen Modellierung von Experimenten, Kinetikbestimmung und Simulation sowie
  • der Entwicklung von neuen Messmethoden und –geräten

Beispiele von abgeschlossenen bzw. noch laufenden Forschungsvorhaben:

  • Der „Human Factor“ in der Anlagensicherheit (im Rahmen des EU-Projekt PRISM)
  • Anwendungen der Übertragungsfunktionen in der Reaktionskalorimetrie (Uni Hamburg)
  • Early warning detection system (EWDS) für batch and semibatch reactors (ISPRA und vier Universitäten)
April 2007


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