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Preisträger 2010
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Preisträger 2010
Verleihung des Johannes-Möller-Preises 2010 an Frau Dr.-Ing. Anne Collin
(links der Vorsitzende des Kuratoriums des Johannes-Möller-Preises, Prof. Werther, TU Hamburg-Harburg, rechts der Sitfter des Preises, Dr.-Ing. Hermann Möller, Hamburg)
Johannes-Möller-Preis 2010
Im Rahmen des diesjährigen Jahrestreffens der ProcessNet-Fachausschüsse Lebensmittelverfahrens-technik und Mehrphasenströmungen vom 15. bis 17. März 2010 in Frankfurt am Main, wurde zum zwölften Mal der Johannes Möller-Preis der Möller-Stiftung für Wissenschaft und Forschung, Hamburg, verliehen. Der mit 5000 Euro dotierte Johannes Möller-Preis wird jährlich für herausragende Dissertationen auf dem Gebiet der Feststoffverfahrenstechnik vergeben. Den Preis erhielt in diesem Jahr Frau Dr.-Ing. Anne Collin für ihre im Jahr 2008 abgeschlossene Dissertation zum Thema "Strömungsmechanische Charakterisierung des Ringwirbelschichtreaktors im Hinblick auf Scale-Up".
Frau Dr. Collin hat diese Arbeit bei Prof. Dr.-Ing. Karl-Ernst Wirth am Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächen-Verfahrenstechnik der Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt. Frau Dr. Collin erhielt den Preis für ihre grundlegende Arbeit zur Beschreibung und Charakterisierung des Betriebsverhaltens einer Ringwirbelschicht. Sie hat die spezifischen Eigenschaften dieses neuartigen Reaktors experimentell untersucht und mit physikalischen Modellen beschrieben. Insbesondere konnte sie durch lokale Messungen der strömungsmechanischen Kenngrössen den Mechanismus der Feststoffeinmischung aus der Ringwirbelschicht in die zentrale Sekundärgasströmung aufklären. Zur Überprüfung der Massstabs-vergrösserung hat sie vergleichende Untersuchungen an einer halbtechnischen Ringwirbelschicht des über eine Forschungskooperation beteiligten Industriepartners durchgeführt und damit ihre Modellierung verifiziert. Aus ihren strömungsmechanischen Unter-suchungen hat sie Hinweise zum Scale-Up der Ringwirbelschicht abgeleitet, die durch Messungen an einer grossmassstäblichen Industrieanlage bestätigt werden konnten. Die aus ihrer Arbeit resultierenden Ergebnisse werden zwischenzeitlich in der industriellen Praxis erfolgreich eingesetzt.
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