20. Diskussionstagung Anorganisch-Technische Chemie
Einladung zur 20. Diskussionstagung
Anorganisch-Technische Chemie
Vor 20 Jahren wurde mit der ATC-Tagung ein neuartiges Veranstaltungskonzept ins Leben gerufen: Wissenschaftler aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollten sich mit wissenschaftlichen Mitarbeitern aus der Industrie über aktuelle Aspekte der angewandten und anwendungsnahen Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der anorganischen Chemie austauschen können. Dass 2011 die
20. Diskussionstagung Anorganisch-Technische Chemie stattfinden wird, demonstriert eindrucksvoll den Erfolg des Tagungskonzeptes.
Aus Anlass dieses Jubiläums wird ein Teil der Veranstaltung Themen gewidmet, über die bereits vor 20 Jahren im Rahmen der 1. ATC-Tagung berichtet wurde und die heute noch aktuell sind. Dazu konnten wir Referenten gewinnen, die bereits 1991 vorgetragen haben: am Beispiel ausgewählter Themen ("Supraleiter" und "amorphes Silicium") werden sie die in den vergangenen zwei Jahrzehnten erreichten Fortschritte zusammenfassen. Neben dem Rückblick auf die Vergangenheit wollen wir aber auch den Versuch wagen, einen Ausblick auf Arbeitsgebiete zu geben, die uns vielleicht in 20 Jahren beschäftigen könnten. Dazu konnten wir als prominenten Redner Herrn Prof. F. Schüth vom MPI in Mülheim gewinnen.
Zu den Themen, deren Bedeutung in Zukunft stark zunehmen könnte, passen auch die Vorträge über Graphene, elektrolumineszierende Metallkomplexe sowie über Verbindungen mit "einsamen" Elektronenpaaren und "frustierten" Lewis-Paaren.
Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands hängt essenziell von der Versorgung mit geeigneten Rohstoffen ab. Waren es 1980 gerade einmal 12 Elemente, die zur Herstellung von Funktionsmaterialien benötigt wurden, stieg ihre Zahl bis zum Jahr 2000 schon auf 60. Da Deutschland arm an Rohstoffen für Hightech-Materialien ist, wird es immer wichtiger werden, die Versorgung mit industriell nutzbaren Rohstoffen sicher stellen zu können. Diese strategische Herausforderung kann sicherlich nicht nur durch intensive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gelöst werden, sondern ist auch eine (unternehmens-) politische Aufgabe. Dennoch werden wir uns in Zukunft vermehrt um die Nutzung von beispielsweise Sekundärrohstoffquellen kümmern müssen. Entsprechend widmet sich ein Vortragsblock den Rohstoffen des 21. Jahrhunderts, der Rohstoffsicherung und den Sekundärrohstoffkreisläufen. Zwei Vorträge zum Thema Wasser und Wasseraufbereitung runden die Rohstoffthematik ab.
"Traditionsgemäß" enthält das Tagungsprogramm auch wieder Industrievorträge zu anorganisch-technischen Verfahren: Diesmal zu Fortschritten bei der Wasserglas-Herstellung, zu neuen Anwendungen der Sol-Gel-Technologie und von funktionalisierten Nanopartikeln.
Die Diskussionstagung bietet wieder vielfältige Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Aspekte der angewandten und anwendungsnahen anorganischen Chemie. Diskutieren Sie mit Forschern und Entwicklern aus der Industrie sowie aus Hochschulen und öffentlichen Forschungsorganisationen!
Traditionsgemäß wird die Teilnahme von (fortgeschrittenen) Studenten und Doktoranden durch eine extra günstige Teilnahmegebühr besonders gefördert. Angemeldete Hochschullehrer haben zudem die Möglichkeit, kostenlos eine(n) studentische(n) Mitarbeiter(in) mitzubringen. |