50. Tutzing-Symposion: CFD - die Zukunft der Sicherheitstechnik?
22.-25. Mai 2011
Evangelische Akademie Schloss Tutzing am Starnberger See
Dürfen komplexe Rechencodes in sensiblen Bereichen wie der Sicherheit von Anlagen angewendet werden? Wo sind die Grenzen? Diese Fragen gehören zu den Themen des 50. Tutzing-Symposions der DECHEMA - ein Treffen für Experten aus den Bereichen Sicherheitstechnik und numerischer Modellierung.
Heutzutage werden in der chemischen und petrochemischen Industrie Schutzeinrichtungen maßgeschneidert für Anlagen festgelegt. Die Anforderung an die Genauigkeit steigt und damit oft auch die Komplexität der Programme, mit denen die Einrichtungen ausgelegt werden. Endet dies künftig in hochgenauen dreidimensionalen Rechencodes oder reichen Short-Cut Methoden aus?
Derzeit wird CFD (Computational Fluid Dynamics) für die Detail-Optimierung von Anlagen bzw. Anlagenteilen mit Erfolg angewendet. In diesen Bereichen sind Stoff- und Betriebsdaten oft bekannt oder können gemessen werden. Die Extrapolation in einen Bereich ohne hinreichende experimentelle Absicherung bzw. mit wenigen, teilweise ungenauen Daten gilt als problematisch. Störungen von Anlagen führen jedoch genau dort hin.
In der Sicherheitstechnik wird CFD immer öfter als Werkzeug entdeckt: Design von Armaturen, Auswirkungen von Explosionen, Ausbreitung gefährlicher Stoffe, Simulation/Rekonstruktion von Störfallen sind Beispiele. Dazu gibt es Beiträge auf dem Tutzing-Symposion. Die Kerntechnik und die Luft- und Raumfahrt gehen weiter in der Anwendung der Rechencodes - lässt sich dies auf die chemische und petrochemische Industrie übertragen? In einem abschließenden Diskussionsforum werden Fragen diskutiert und ein Weg in die Zukunft aufgezeigt.
Die ausführliche Fassung der Beiträge wird vom Wiley-VCH Verlag nach dem Symposion als Buch in englischer Sprache veröffentlicht.
Vorbereitungskomitee
Prof. Dr.-Ing. J. Schmidt, BASF SE, Ludwigshafen - Vorsitz
Prof. Dr. N. Pfeil, BAM - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin
Prof. Dr. A. Schönbucher, Universität Duisburg-Essen, Essen
Dr.-Ing. K. Mitropetros, DECHEMA e.V., Frankfurt am Main
mit freundlicher Unterstützung von






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